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Rechtsanwalt Ünal Zeran referierte am 3.5.2010 im Rahmen der von der EU ausgerufenen Europawoche auf Einladung des DGB Hamburg über die historischen und rechtlichen Grundlagen des EU Beitrittsprozesses mit der Türkei. Er wies auf die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingen hin und kritisierte die mangelnde Umsetzung des Assoziationsabkommens mit der Türkei in den Mitgliedstaaten. Die bestehenden Verträge gingen über das hinaus, was manche als privilegierte Partnerschaft aushandeln wollen. Es bestehe hierzu keinerlei Anlass. Weiter wies er auf wichtige EuGH Urteile hin, die die Rechtstellung der türkischen Staatsangehörigen in der Europäischen Union deutlich verbessert hätten. Anhand der Frage der visafreien Einreise für türkische Staatsangehörige werde zudem deutlich, dass die EU-Kommission ihrer Verantwortung als Hüterin der Verträge nicht gerecht werde und nur politisch agiere. Zudem sei es nicht zu verantworten, dass die Türkei einseitig alle Forderungen der EU erfüllen solle, um am Ende den Beitritt als „ergebnisoffen" zu bezeichnen. Dies sei keine Basis für eine partnerschaftliche Beziehung.